Das Geschenk des Lebens – wie wir gut mit uns durch diese Zeit gehen

Shownotes

In dieser Folge spreche ich darüber, wie wichtig es ist, gut mit unserem Körper zu sein und auf unsere eigenen Bedürfnisse zu hören. Wir schauen, warum es gerade jetzt so entscheidend ist, nicht jedem Trend blind zu folgen, sondern den eigenen Weg zu finden – getragen von Gemeinschaft und Verbindung. 👉 Themen dieser Episode: Achtsamkeit für den Körper Mut, sich Hilfe zu holen Trends kritisch betrachten Die Bedeutung von Gemeinschaft in dieser Zeitqualität Das Leben als Geschenk erkennen Am Ende der Folge erwartet dich ein ganz besonderes Highlight: mein Song „Gift of Life“ – eine liebevolle Erinnerung daran, dass jeder Atemzug ein Geschenk ist.

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00:00:08: Es ist Sonntag der vierzehnte September, fünf zu nur vierundzwanzig.

00:00:12: Ihr seid im Podcast Bühne des Lebens.

00:00:14: Mein Name ist Birgit Bialke und ich hatte schon eine Folge aufgenommen heute Mittag.

00:00:19: Bin jetzt mit meiner Hündin unterwegs gewesen und hab gedacht, nee, ich habe ein anderes Thema über das ich gerne mit euch sprechen möchte, weil ich das so sehe.

00:00:30: Das gibt so Beobachtungen.

00:00:32: Die möchte ich einfach mit euch teilen.

00:00:34: Und es geht um das Thema Selbstsabotage.

00:00:37: Wie wichtig sind wir uns selber?

00:00:39: Und wie gehen wir vor allen Dingen auch mit dem Höchsten, was wir haben um?

00:00:44: Und das ist unser Körper und unsere Gesundheit.

00:00:48: Es gibt einen Trend und er erschreckt mich wirklich zutiefst aus meiner eigenen Geschichte heraus.

00:00:54: dass Menschen, die überhaupt nicht übergewichtig sind, mit dieser Abnehmensspritze gerade sich wirklich runter hungern.

00:01:03: Das ist der eine Trend, den ich beobachte.

00:01:06: Ihr wisst, dass ich, also viele, die mich kennen, wissen, dass ich viele Jahre magersüchtig war.

00:01:11: In dieser Magersucht habe ich wirklich Raubbau getrieben mit meinem Körper.

00:01:15: Ich habe mich auf ein Kilo runtergehungert.

00:01:18: War sehr erfolgreich da drin, trotz Infusionstherapie.

00:01:23: eigentlich so ein schleichenden Suizid gemacht in der Zeit, bis ich ja dann irgendwann dahintergekommen bin, dass das keine gute Idee ist und mich auf dem Weg meiner eigenen Heilung gemacht habe und es ja auch geschafft habe, daraus zu kommen.

00:01:37: Ich bin sechszehn Jahre da drin gewesen, bin dann raus gewesen aus diesem ganzen Programm, aber ganz ehrlich, das Selbstsabotageprogramm lief dann erst mal auf anderer Ebene weiter.

00:01:49: Ich habe ja dann auch viele Jahre geraucht.

00:01:52: Und ich bin mir nicht die wichtigste Person im Leben gewesen.

00:01:56: Das kam erst wirklich viel, viel, viel später.

00:01:59: Und ich kenne ganz, ganz viele Menschen in meinem Umfeld.

00:02:04: Sei es, dass ich immer wieder sehe, wenn Menschen in den OP kommen, wie ... Also wie krank sie schon sind, obwohl sie vielleicht noch jünger sind.

00:02:16: Das kann ich halt einfach beobachten.

00:02:18: Ich kenne Menschen, die sich selber eben nicht an die erste Stelle stellen, die dann aber auch krank sind und diese Krankheit ignorieren.

00:02:26: Ich hatte übrigens so ein Papa, der das ganz erfolgreich gemacht hat bis zum Ende seines Lebens.

00:02:32: von sich dann aber später gesagt, er hat ein erfülltes Leben gehabt, aber er hat auf das, was ihn krank gemacht hat, zwischendurch einen großen Haufen gegeben und hat einfach so weiter gemacht, als wäre nichts.

00:02:43: Und das funktioniert über eine gewisse Zeit, weil unser Körper ist unglaublich faszinierend, also der hält unglaublich viel aus.

00:02:51: Man kann ja Unmengen an schlechten Ernährungsgewohnheiten haben, Alkohol in sich hinein kippen, Workaholic sein, was auch immer, und es wird lange, lange kompensiert, bis zum Tag X. Und dann kriegt du einen Warnschuss und den kannst du hören oder auch nicht.

00:03:09: Oder es ist the point of no return.

00:03:14: Und mir ist es ganz wichtig, nochmal, dass wir gerade in der jetzigen Zeit, unsere Gesellschaft ist geprägt von vergleichen.

00:03:25: Unsere Gesellschaft ist unglaublich geprägt gerade von Angst oder wir stehen vielfach unter Druck, dass wir existenzielle Ängste haben, dass wir nicht wissen, wird es ein Krieg geben oder nicht, also es ist ja so so viel Druck und Angst im Feld.

00:03:41: Es geht immer noch um höher, schneller, weiter.

00:03:44: Wir hetzen durch den Tag, die wenigstens nehmen sich wirklich Ruhe und gehen da so immer in die Stille oder in die Achtsamkeit, wie auch immer.

00:03:51: Und dann hetzen wir da durch und bekommen gar nicht mit, dass das, was uns ja so mit geschenkt worden ist, dieses Gefährt, sage ich jetzt mal, dieser Körper, der braucht auch unsere Aufmerksamkeit.

00:04:04: Und das heißt jetzt auch nicht, dass wir massenweise an Zapplements irgendwie in uns hineinschütten.

00:04:11: Also darüber habe ich ja schon mal eine Folge gemacht.

00:04:13: Ich habe euch schon mal ein paar Sachen mit an die Hand gegeben, die ich aus meiner Erfahrung für gut erhalte, aber nicht jeder hat ja gerade das Geld dafür, sich sowas zu besorgen.

00:04:24: In meiner Meinung nach aus meiner Erfahrung heraus dürfen wir erstmal wieder anfangen diesen Körper, den wir haben, zu wertschätzen.

00:04:33: Und nicht zu sagen, der ist nicht gut genug, also mein Körper ist nicht gut genug, ich bin zu dick oder zu dünn oder sonst was und uns auch wirklich so wichtig nehmen.

00:04:45: Wir haben wirklich nur dieses eine Leben.

00:04:47: Ich habe vor ein paar Diensten im Krankenhaus einen wirklich schweren Verkehrsunfall mit einem jungen Menschen, dessen Leben am Seiden im Faden gehangen hat.

00:04:58: Und dieser junge Mensch war ungefähr so alt wie ich damals, als ich mich entschieden habe, dann doch zu leben und nicht zu sterben.

00:05:06: Wir haben Alles dafür getan, dass er, dass es ihm gut geht, so.

00:05:12: Natürlich, das macht die Medizin ja gerade, das machen wir einfach, Punkt.

00:05:18: Aber die Entscheidung, ob jemand, wie das Leben, wie ich mit meinem Körper umgehe, die liegt ja immer noch bei mir, heißt.

00:05:28: Anfang sich wirklich selber zu wertschätzen.

00:05:31: Dieses Geschenk des Lebens zu wertschätzen, weil das ... dass wir denken und gerade, wenn wir jung sind, das Leben ist unendlich und das geht immer gut.

00:05:40: Nein, das tut es nicht.

00:05:41: Das ist nicht unendlich.

00:05:42: Wir wissen mit Geburt an, dass dieses Leben endlich ist.

00:05:45: Und wir sind alle aufgerufen aus dieser Zeit, die zwischen Geburt und Sterben liegt oder Tod liegt, wirklich das Bestmögliche zu machen.

00:05:53: Das macht ja jeder aus deiner Sichtweise.

00:05:56: Aber dieser Körper ist so ein geniales ... so ein genialer Gefährte und er funktioniert jeden Tag ohne dass wir drüber nachdenken.

00:06:05: und wie oft tun wir ihm aber nichts Gutes.

00:06:09: und wie oft haben wir in uns irgendwelche Sabotage Programme.

00:06:12: und diese Sabotage Programme die haben immer ein Ursprung in unserer Kindheit.

00:06:19: das ist so.

00:06:20: ja da haben wir die Entscheidung getroffen in die eine oder andere Richtung zu gehen, weil wir irgendwelche traumatischen und schrecklichen Sachen erlebt haben.

00:06:28: Und die können, ich finde, die sind auch nicht zu beurteilen, ob das ein schreckliches Trauma war, ob das ein minimales Trauma war, Fakt ist.

00:06:38: Für die Person, der das Geschehen ist, ist es traumatisch.

00:06:43: Und weil ich eine Selbstverantwortung für mich und mein Leben habe und die jede Einzelne von uns hat, finde ich, sind wir schon aufgerufen, dafür Sorge zu tragen.

00:06:52: Wenn wir merken, wir gehen da gerade über unsere Grenzen und wir schaden uns permanent selbst, dass wir uns Hilfe holen und dann auf irgendeine Art und Weise schauen, dass wir mit diesem Thema fertig werden.

00:07:04: Also, dass wir da wieder, das heißt nicht, dass ich etwas weg mache, sondern für mich ist ja Heilung in Anführungsstrichen, das Wort darf ich ja nicht benutzen.

00:07:16: Also... Im Frieden zu sein mit mir selber heißt mich anzuerkennen, wie ich bin.

00:07:23: Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ich dahinter komme.

00:07:26: Das wisst ihr ja, davon habe ich schon genug geredet.

00:07:28: Ich möchte nur, mir ist es ganz wichtig, dass wir uns dieser Kostbarkeit des Lebens nochmal wirklich bewusst werden.

00:07:36: Und was ich auch, ich kenne auch Menschen, die in Depressionen stecken und wenn man depressiv ist, kann man nicht einfach sagen, okay, ich bin jetzt depressiv und es geht mir ganz schlecht und ich hole mir Hilfe.

00:07:48: Das ist unglaublich schwer, weil Menschen in Depressionen ja feststecken.

00:07:53: Aber jede Depression hat ja auch wieder ein kleines Hoch und vielleicht dann zu schauen, okay, welche Hilfsmöglichkeiten gibt es denn in meinem Umfeld?

00:08:01: Brauche ich ein gutes Gespräch mit einem Therapeuten, einer Seelsorgerin, psychosozialen Dienst, da gibt es ja mehrere Angebote oder wie auch immer, aber das wir wirklich... Dieses Leben schätzen.

00:08:20: Das ist mir so wichtig.

00:08:21: Mit diesem Unfall, den ich da erlebt habe, bzw.

00:08:25: dem Folgen des Unfalls, ist mir das nochmal so bewusst geworden, wie kostbar dieses Leben ist und wie schnell dieses Leben vorbei ist.

00:08:33: Und das Leben ist auch schnell vorbei, wenn wir dann plötzlich achtzig oder neunzig sind.

00:08:37: Oder selbst ich mit sechszig sage, mein Gott ist da schnell rumgegangen und wer weiß, wie viel Zeit mir noch bleibt.

00:08:43: Ich habe im Laufe meines Lebens irgendwann gelernt, dass dieser Körper Keine Selbstverständlichkeit ist, dass ich gut mit ihm umgehen darf und dass ich nicht nur mit diesem Körper gut umgehen darf, sondern auch mit dem, was da drin wohnt.

00:08:58: und nennen wir es Seele, nennen wir es das Ich.

00:09:02: Also ich darf mit mir gut umgehen.

00:09:04: Wenn ich mit mir gut umgehe, hat das Auswirkungen auf meinen Körper.

00:09:08: Wenn ich mit meinem Körper gut umgehe, hat es auch Auswirkungen auf mein Ich.

00:09:13: Das ist eine Wechselwirkung meiner Meinung nach.

00:09:17: Und ich glaube wirklich, dass wir brauchen ganz viel Kraft in der jetzigen Zeit, weil die Zeit zu unruhig ist und lenkt das Augenmerk auf euch selbst.

00:09:28: Ihr seid deswegen keine Egoisten, aber ihr schätzt das, was ihr habt, diesen Körper und das Leben wert.

00:09:35: Und ihr könnt euch auf euch verlassen.

00:09:38: Und das ist für mich das höchste Gut.

00:09:40: Gesundheit und mich auf mich selber verlassen können.

00:09:43: Zu wissen, ich bin niemals alleine, weil ich hab ja mich.

00:09:47: Und dann, glaube ich, kommen wir auch ganz gut durch diese wirklich anspruchsvollen und stürmischen Zeiten.

00:09:53: Mein lieber Schieber.

00:09:54: Also, ich finde, es hat es wirklich gerade echt in sich.

00:09:58: Diese Woche, Donnerstag, habe ich wieder einen Jungdesign Austauschstreffen hier vor Ort.

00:10:04: Wer möchte es herzlich eingeladen?

00:10:07: dabei zu sein.

00:10:08: Ich überlege auch, und da die Menschen, die hier in meinem Umfeld sind, würde ich einmal bitte um Feedback bitten.

00:10:16: Ich überlege, ob ich so was rauf mache wie so ein Gesprächskreis, dass wir uns alle vier bis sechs Wochen treffen und uns einfach überdies und das und jenes austauschen.

00:10:27: Und ich mit den Möglichkeiten, die ich habe, euch unterstütze, gut durch die Zeit zu kommen.

00:10:32: Ich glaube, dass wir das jetzt brauchen.

00:10:34: Wir brauchen eine starke Gemeinschaft.

00:10:37: Alle reden ja davon, man soll so sein Soul Tribe finden und pflegen.

00:10:42: Und ich glaube, dass Menschen, viele Menschen einsam sind, viele Menschen Angst haben, viele Menschen verzweifelt sind.

00:10:48: Und so kann man sich ja gegenseitig ein bisschen unterstützen.

00:10:53: Genau, gebt mir dann mal gerne Feedback.

00:10:55: Ich wünsche euch jetzt eine gute Woche.

00:10:58: Wir gehen ja auf so eine Sonnenfinsternis zu.

00:11:01: Ich fand die Monfinsternis schon von den Themen echt happig.

00:11:05: Bin sehr gespannt, wie die Sonnenfinsternis wird.

00:11:08: Habt euch lieb und geht gut mit euch selber um.

00:11:11: Alles Liebe, eure Bier geht.

00:11:47: Life is still in your sight Gift of life, hearing my fragile, a chance of...

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